„Unterrichten ist eine Aufgabe, die mich motiviert.“

31. Juli 2025

Vor 14 Jahren entschied sich Max Haunschmidt zu einem für ihn wegweisenden Schritt: Er wurde CAP.tain des Jahrgangs 2011 und erweiterte neben der Allgemeinbildung sein technisches Wissen im Bereich der Mechatronik. 14 Jahre später gibt Max als Trainer im Ausbildungszweig Cybersecurity seine CAP.-Erfahrungen an die jüngeren Generationen von CAP.tains weiter.

„Ich hatte mich für CAP. entschieden, weil mir die Allgemeinbildung wichtig war und zeitgleich wissen wollte, wie technische Dinge funktionieren. Eine HTL kam für mich nicht in Frage, weil mir die Allgemeinbildung der AHS mit Sprachen, Philosophie und den speziellen Fächern meines Zweiges wichtiger war“, erklärt Max seine Entscheidung für die CAP.-AUSBILDUNG. Der damalige Schüler im musisch-kreativen Zweig des BRG Hamerling hat seine Entscheidung bis heute nicht bereut. „Bei CAP. dabei zu sein, hat mich stolz gemacht! Es war einfach cool zu wissen, als einer von wenigen das Aufnahmeverfahren geschafft zu haben.“ Seine Leidenschaft für Musik hinterließ auch „Spuren“ bei CAP. So war Max Hauptverantwortlicher für die Einführung der musikalischen Weihnachtstradition im WIFI, die bis heute von vielen CAP.tains jedes Weihnachten weitergetragen wird.

Was ihm von seiner Zeit als CAP.tain nachhaltig geblieben ist, sind technisches Verständnis und ein gestärktes Selbstvertrauen, Dinge einfach anzugehen und einen Blick „dahinter“ zu werfen. Dies hat ihm auch in seiner weiteren Ausbildung geholfen. Nach der Matura gings für Max ins Mathematikstudium und im Anschluss an die FH nach Hagenberg, wo er den Bachelor für „Sichere Informationssysteme“ studierte. Als er vom neuen CAP.-Ausbildungszweig im Bereich Cybersecurity Wind bekam, war er sofort Feuer und Flamme. „Ich fand es spannend, dass sich CAP. für einen IT-Zweig entschieden hat und dachte mir, dass ich vielleicht helfen könnte – weil ich beide Welten kenne und einfach gerne helfe“, so Max. Nach einem kurzen Gespräch mit Projektleiterin Gabi Egger war es schnell klar, dass Max einer der ersten Trainer im neuen Ausbildungszweig sein wird. Aber nicht nur das. Max‘ Begeisterung für die Zusatzausbildung war so ansteckend, dass er mit Mathias Zellhofer und Robert Landrichinger zwei weitere Studienkollegen als Trainer mit ins Boot holte, denen Lukas Dengg ein Jahr später folgen sollte.

Das Besondere an CAP. für Max? „Die Jugendlichen sind intrinsisch motiviert, wenn sie zu CAP. kommen. Sie wollen lernen und das macht das Unterrichten wesentlich einfacher. Darüber hinaus ist ein intensiver Zusammenhalt zwischen den CAP.tains spürbar, was sich vor allem darin bemerkbar macht, dass die meisten Gruppen- anstelle von Einzelarbeiten vorziehen. Sie gehen es einfach gemeinschaftlicher an, als Gruppe.“

Mittlerweile ist der dritte Cyberjahrgang am Start und die Begeisterung fürs Unterrichten und für die Jugendlichen ist so groß wie am ersten Tag. Inspiriert wurde Max in seiner Trainertätigkeit von seinen eigenen CAP.-Trainern wie Andreas Puchner, der auch heute noch sein Wissen an die jungen CAP.tains weitergibt. „Unterrichten ist eine Aufgabe, die mich motiviert und Wissen weiterzugeben, ist schön und wichtig. Vor allem will ich kritisches Denken und selbstständiges Handeln fördern, denn beides ist wichtig – speziell in der IT, aber auch in allen anderen Lebensbereichen.“

CAP. geht neue Wege

Kritisches Denken und selbständiges Handeln waren auch die zentralen Themen, welche die Neuausrichtung der Cybersecurity-Ausbildung maßgeblich beeinflussen. Nach zwei Jahren intensiven Gesprächen mit den CAP.tains war für Gabi Egger klar, dass es eine Änderung im Curriculum braucht. So entschied sie sich gemeinsam mit dem gesamten Trainerteam für eine Neuausrichtung: Weg vom Lehrabschluss und hin zu einer flexibleren Ausbildung, die mit einer Projektarbeit endet. Die Neuausrichtung soll damit wieder mehr Freude am Lernen ermöglichen, den stark spürbaren Leistungsdruck reduzieren und kritisches Denken sowie selbständiges Handeln fördern.

Was sich Max für die Reise von CAP. wünscht? „CAP. soll noch mehr motivierten jungen Menschen Inhalte vermitteln, die sie für die Zukunft brauchen und lernen wollen. Wobei es schon cool wäre, wenn CAP. in der „TUN-Welt“ bleibt und auch was Handfestes am Ende des Tages entsteht. Der Bezug von abstrakter Arbeit vor dem Bildschirm zur Realität ist mir wichtig.“