Im Rahmen des dreitägigen Robotics-Workshops beschäftigten sich die CAP.tains des Jahrgangs 2023 MECH mit der Frage, wie innovative Technologien und Robotik zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können. Dabei entstanden vier kreative Projektideen, die sich auch an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen orientierten.
Nach dem erfolgreichen Pilotversuch im vergangenen Jahr wurde die Idee Robotik meets Nachhaltigkeit auch heuer wieder in den CAP. Unterricht aufgenommen. Die Jugendlichen arbeiteten gemeinsam mit ihren GRAND GARAGE Trainer:innen Lukas Thauerböck und Hilde Greco intensiv an innovativen Ideen, die am Ende des Workshops dem CAP.team sowie Mitarbeiter:innen aus der GRAND GARAGE präsentiert wurden.
1. MakerBot – Die eigene Mini-Grand-Garage / Team: Richard, Luka und Samuel
SDGs: 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion)
Die drei CAP.tains entwickelten das Konzept einer multifunktionalen Maschine, die verschiedene Fertigungstechnologien miteinander verbindet. Der MakerBot vereint CNC-Bearbeitung, 3D-Druck, Lasergravur und Pick-and-Place-Funktionen in einem Gerät. Die Vision dahinter: Eine kompakte „Grand Garage“, die sowohl Gemeinden als auch Privatpersonen den Zugang zu modernen Fertigungsmöglichkeiten erleichtert.
2. RoboDa – Intelligente Gesundheitsunterstützung / Team: Amalia und Felix
SDGs: 3 (Gesundheit und Wohlergehen)
Mit RoboDa entwickelten Amalia und Felix die Idee eines winzigen, implantierbaren Filtersystems, das den menschlichen Körper unterstützen soll.Das Gerät könnte beispielsweise Alkohol, Schadstoffe oder überschüssige Fette aus dem Blut filtern. Zusätzlich soll RoboDa gesundheitliche Probleme erkennen und im Notfall selbstständig Hilfe verständigen können. Eine Anbindung an die ID Austria ist ebenfalls Teil des Konzepts. Eine futuristische Idee, die Robotik, Gesundheit und digitale Vernetzung miteinander verbindet.
3. Energym 2.0 – Fitness und Physiotherapie für zu Hause / Team: Nils, Leo und Jakob
SDGs: 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 10 (Weniger Ungleichheiten), 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion)
Die drei CAP.tains entwickelten ihre ursprüngliche Projektidee aus dem Creative Engineering weiter und erarbeiteten einen ersten Prototyp. Energym 2.0 ist ein multifunktionales Trainingsgerät, das Physiotherapie, Fitness und Krafttraining in den eigenen vier Wänden ermöglichen soll. Das Ziel: Bewegung und gezieltes Training einfacher und zugänglicher machen, ohne dafür zwingend ein Fitnessstudio oder eine andere Trainingseinrichtung aufsuchen zu müssen.
4. Schachtelwirt – Eine warme Mahlzeit auf Knopfdruck / Team: Julius und Moritz
SDGs: 2 (Kein Hunger) sowie 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion)
Julius und Moritz beschäftigten sich mit der Frage, wie warme Mahlzeiten schnell, unkompliziert und kostengünstig zugänglich gemacht werden können. Ihre Lösung: Der „Schachtelwirt“, ein automatisierter Essenscontainer, der in Kooperation mit Großküchen betrieben werden könnte. Auf Knopfdruck wird eine vorbereitete Mahlzeit automatisch ausgewählt, erwärmt und ausgegeben. Das Konzept soll mit möglichst geringem Personal- und Wartungsaufwand funktionieren und eine leistbare Versorgung mit warmem Essen ermöglichen.
Die vier Projekte zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich die CAP.tains an technische und gesellschaftliche Herausforderungen herangehen. Von innovativen Fertigungsmöglichkeiten über Gesundheitstechnologien bis hin zu nachhaltiger Ernährung und barriereärmeren Trainingsmöglichkeiten war alles dabei. Besonders schön war zu sehen, wie viel Kreativität, Eigeninitiative und Persönlichkeit in den einzelnen Ideen steckte und wie die CAP.tains technische Innovation mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden haben.
Neben der Entwicklung ihrer eigenen Projektideen hatten die CAP.tains dank Lukas auch die Möglichkeit, noch tiefer in die faszinierende Welt der Robotik einzutauchen. Johannes Braumann, Professor für Creative Robotics, gab den Jugendlichen im Rahmen einer spannenden Präsentation Einblicke in seine aktuelle Forschungsarbeit und zeigte, welche Möglichkeiten moderne Industrieroboter bereits heute bieten. Besonders interessant war dabei die Verbindung von Robotik und Künstlicher Intelligenz. Johannes stellte den CAP.tains auch ein KI-Modell vor, an dem er derzeit forscht und das er in Verbindung mit Industrierobotern entwickelt und einsetzt. So erhielten die Jugendlichen nicht nur einen Einblick in aktuelle Entwicklungen der Robotik, sondern konnten auch erleben, wie Forschung, Technologie und Innovation in der Praxis zusammenwirken. Das war definitiv ihr Highlight.





